Aktuelles

Termine:

 

  • 28.06.2018 um 18:00 Uhr im Rathaus Borgholzhausen Bürgerabend des Bürgerdialog Stromnetz zum Thema: "Elektromagnetische Felder und Stromnetze" Einladung und Programm
  • 09.07.2018 19:00 Uhr Vorstandssitzung

 

 

Aktuelles:

 

18. Juni 2018 - Fortsetzung der Gesprächsrunde Kompaktmasten mit MdB Silvia Breher

Ende März wurde in einem ersten Treffen intensiv über die Nutzung von Kompaktmasten diskutiert (s. weiter unten 26.03.). TenneT zeigte sich in dem Treffen sehr skeptisch, sagte jedoch zu, den Einsatz dieser Technologie für das Projekt CCM zu prüfen.

 

Überraschend kam daher zu Beginn dieser Veranstaltung die Ankündigung des Vertreters des Netzbetreibers, einen Abschnitt der Trasse als Pilotprojekt mit Kompaktmasten auszuplanen. Vorbehaltlich der regulatorischen Zusage der Bundesnetzagentur zur Anerkennung der Mehrkosten sollen ein bis zwei jeweils 3-5 Km lange Teilstücke mit Kompaktmasten bestückt werden.

 

So entgegenkommend diese Ankündigung auf den ersten Blick auch erscheinen mag, wirft es doch Fragen auf. Kompaktmasten sind Stand der Technik und marktverfügbar. Für unterschiedliche Bedürfnisse gibt es sie in verschiedenen Ausführungen, auch TenneT verwendet z.B. Kompaktmasten in den Niederlanden. Warum soll hier dann noch einmal ein Pilotprojekt für ein klitzekleines Teilstück gestartet werden? Hier wird eine Chance verpasst.

 

Letztendlich wird CCM dann doch in alter Technologie umgesetzt werden. Die geringen Erdverkabelungsabschnitte werden nicht in schmaler, den Boden schonender röhrenbasierter Verkabelung geführt, sondern in breiten flächenfressendenTrassen. Zudem wird die Trasse im Zickzack-Kurs ausgeplant, um die Auslösefaktoren für eine Teilerdverkabelung zu umgehen. Eine verstärkte Nutzung von Erdverkabelung und andere neue Technologien werden wohl erst in einigen Jahren zur Anwendung kommen.

 

Damit wird die Akzeptanz bei den von CCM betroffenen Anwohnern keinesfalls erhöht. Wenn man dann noch liest, dass der TenneT Vorstand vor einem übermäßigen Ausbau des Leitungsnetzes warnt und an die Politik apelliert, dies durch Nutzung technischer Innovationen zu verhindern, klingt das wie blanker Hohn.

 

Offensichtlich werden wir mit die Letzten sein, denen noch riesige Gittermasten vor die Haustür gesetzt werden, die uns für Generationen erhalten bleiben. Es wird schwer, dies den Kindern und Enkeln zu vermitteln.

 

Bei allem Lob für den engagierten Einsatz unserer regionalen Politiker - es gibt noch Handlungsbedarf!

 

Siehe dazu auch die Berichte:

NWZ_Pilotstrecke mit Vollwand-Kompaktmasten?

MT_Es gibt keine Vorfestlegungen

MT_Schlanke Pylonen statt Monstermasten

Pressemitteilung MdB Silvia Breher

MT_Tennet warnt vor Netzausbau-Spirale

MT_Tennet-Chef fordert mehr Innovation

 

 

24. Mai 2018 - Ortstermin in Essen-Herbergen mit MdB Silvia Breher

Im Essener Ortsteil Herbergen befindet sich eine Engstelle der von TenneT bevorzugten Trasse. Hier soll die 380kV-Leitung in weniger als 200m Entfernung an den Wohnhäusern vorbeiführen. Die betroffenen Anwohner haben sich organisiert, Unterschriften gesammelt und ihren Bürgermeister und MdB Silvia Breher um Unterstützung gebeten, um die schlimmsten Auswirkungen abzumildern.

 

Siehe dazu auch den Bericht der MT Herberger wehren sich gegen Stromleitung

 

17. April 2018 - Erörterungstermin im ArL

"Ziel des Verfahrens ist nicht, den optimalen Standort zu finden, sondern einen zu finden." Diese Aussage vom Rechtsanwalt des Netzbetreibers TenneT beschreibt treffend den Verlauf des heutigen Erörterungstermins.

 

"Träger öffentlicher Belange" (TöB), also Landkreise, Kommunen usw., aber auch die Bürgerinitiativen waren zur Erörterung der vorgebrachten Einwände und Stellungnahmen im ROV CCM 51a geladen. Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung stellte das ArL auf der Internetseite eine Zusammenfassung der eingegangenen Einwände und die dazugehörigen Stellungnahmen der TenneT bereit.

 

Bereits an diesen Äußerungen des Netzbetreibers war zu erkennen, dass man nicht Willens ist, sich ernsthaft mit den Einwänden auseinanderzusetzen, sondern strikt die eigene Planung durchsetzen wird. Die während der Veranstaltung vorgebrachten, immer wieder gleichen Argumente, die nicht auf den Kern der Einwände eingehen, haben dies nachdrücklich bestätigt.

 

Vom ArL wurde noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass zur Einplanung eines Teilerdverkabelungsabschnittes die gesetzlich festgelegten Auslösekriterien erreicht werden müssen. Ansonsten hat sich das ArL mit eigenen Positionen zu den Einwänden noch nicht eingebracht. Sowohl die Einwände als auch die Rückäußerungen der TenneT und die im Erörterungstermin vorgebrachten Positionen wurden zur Kenntnis genommen. Das ArL wird daraus in den kommenden Wochen die eigene Position entwickeln, ggf. werden zur Klärung noch Einzeltermine vereinbart. Noch in diesem Jahr wird dann die Landesplanerische Feststellung das ROV abschließen.

 

Ob sich das ArL den Planungen und Argumenten der TenneT anschließen oder in Teilen auch den Einwänden folgen wird, ist noch völlig offen. Folgende Aussage des Dienststellenleiters, die, wie auch die o.a. Aussage des RA der TenneT, im Zusammenhang mit der Diskussion um die Standorte der Umspannwerke fiel, lässt jedoch wenig Hoffnung aufkeimen: "Nicht alle möglichen Standorte müssen geprüft werden, solang es eine Option gibt, die umsetzbar wäre."

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

18.04.18_MT_Tennet und Ämter suchen Lösung

19.04.18_MT_Brinkmann fordert Erdkabel auf voller Länge

 

 

11. April 2018 - Gesprächsrunde mit Minister Olaf Lies

Anlässlich unseres Besuches im Niedersächsischen Landtag zur Übergabe der Unterschriftensammlung, im Dezember letzten Jahres, lud Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann den Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz zu einem Besuch in Cappeln ein. Heute löste Minister Olaf Lies seine Zusage ein und nahm an einer Gesprächsrunde im Cappelner Rathaus teil, um sich vor Ort ein Bild von der Netzausbauplanung im Bereich der Gemeinde zu machen. Weitere Gesprächsteilnehmer waren MdL Christoph Eilers, Bgm Marcus Brinkmann mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates und dem Sachverständigen Prof. Dr. Lorenz Jarass, Bgm Heiner Kressmann aus Essen, Vertreter des Netzbetreibers TenneT und Vertreter unserer BI.

 

Eine der Erkenntnisse aus dem Gespräch war die Relativierung einer heutigen Pressemeldung der MT. Dieser Meldung konnte man entnehmen, "dass Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) sowie Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) im Rahmen eines Runden Tisches am Montag äußerten, dass sie eine innovative niedersächsische Lösung für eine moderne Erdverkabelung begrüßen würden. Unsere Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (Garrel) und Christoph Eilers (Cappeln) forderten auf dieser Veranstaltung für den Bereich der Stromtrasse im Landkreis Cloppenburg, verstärkt eine Erdverkabelung basierend auf einer modernen Verlegetechnik mit einem schmalen Korridor als Pilotprojekt umzusetzen."

 

Allzu optimistischen Auslegungen der Meldung schob Minister Lies einen Riegel vor, indem er deutlich machte, dass es einen "schmalen Erdkabelkorridor" für unser Projekt nicht geben werde, da die Technik noch nicht einsatzreif sei. Darüber hinaus werde es auch keine zusätzlichen Teilerdverkabelungsabschnitte geben, sondern nur dort, wo die gesetzlichen festgelegten Auslösekriterien (z.B. Unterschreitung der Abstände zu Wohngebäuden) erreicht werden. Er betonte, dass eine Zeitverzögerung bei der Realisierung der Trasse nicht hingenommen werden könne und dass man sich strikt an die gesetzlichen Vorgaben zu halten habe, um Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss vorzubeugen.

 

Von uns wurde erneut darauf hingewiesen, dass der Netzbetreiber bei der Trassenplanung in vielen Fällen aufgrund der dichten Bebauung häufige Richtungswechsel vorgesehen hat, um die Unterschreitung der Mindestabstände und damit auch die Einplanung von Teilerdverkabelungsabschnitten zu vermeiden. Im Interesse einer besseren Akzeptanz und vertrauensvollen Einbindung der betroffenen Anwohner in den Planungsprozess fordern wir, dass die Möglichkeiten, die der Gesetzgeber im Rahmen des Netzausbaus ausdrücklich eröffnet, auch genutzt werden! Planungen für Teilerdverkabelung sind dort durchzuführen, wo sie möglich und zulässig sind.

 

Zusammenfassend hat Minister Lies in seinen Ausführungen darauf hingewiesen, dass er sowohl für die Verwendung neuer Technologie als auch für Optimierungsvorschläge stets ein offenes Ohr habe, aber dass man sich dabei im Rahmen des realistisch Machbaren bewegen müsse.

 

Siehe dazu auch den Pressebericht: 19.04.18_MT_Brinkmann fordert Erdkabel auf voller Länge

 

 

26. März 2018 - Gespräch mit MdB Silvia Breher

Unsere Bundestagsabgeordnete Silvia Breher ist im letzten Jahr während ihrer Wahlkampftour häufig mit dem Thema Netzausbau in unserer Region konfrontiert worden. Sie wurde von sehr vielen besorgten Bürgern und Anwohnern entlang der geplanten Trasse angesprochen und hat zugesagt, sich der Thematik anzunehmen. Seither ist einige Zeit verstrichen, aber aus unserer Sicht hat sich Frau Breher sehr schnell und detailliert in die verschiedenen Aspekte des Projektes eingearbeitet und einen scharfen Blick für die Gesamtsituation entwickelt. Von Berlin aus kämpft sie für eine bürgernahe Umsetzung des Netzausbaus, auch durch Nutzung neuer Technologie und schonenden Alternativmaßnahmen, um die Auswirkungen auf Mensch und Natur zu reduzieren und die Akzeptanz bei den betroffenen Bürgern zu erhöhen. Mit den Bürgerinitiativen hält sie dabei ständig Kontakt und hat stets ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Anregungen.

 

Am 26.03.2018 hatte MdB Silvia Breher zu einer Informationsveranstaltung geladen, in der über die Nutzung von Kompaktmasten beim Freileitungsbau informiert wurde. Durch die Nutzung derartiger Masten verringert sich der Flächenverbrauch erheblich, da ein Mast nur eine Grundfläche von 3,5 m2 benötigt, gegenüber 64 m2 Grundfläche eines Gittermasten. Auch die Gesamtbreite ist erheblich geringer, die Ausleger des Kompaktmasten sind bis zu 11 m breit, ein Gittermast 25 bis 30 m. Durch diese schlanke Silhouette wird das Landschaftsbild wesentlich weniger stark beeinträchtigt als bei den wuchtigen Gittermasten. Nur am Rande sei hier erwähnt, dass auch die elektrischen und magnetischen Felder im Vergleich zum herkömmlichen Gittermasten geringer sind. Für weitere Informationen zur Kompaktleitung bitte ich diesem Link zur Homepage des Bundesverbandes Kompaktleitung zu folgen.

 

Vom Netzbetreiber TenneT wurde in den letzten Jahren immer wieder behauptet, diese Kompaktmasten würden nicht den Deutschen Normen entsprechen und könnten daher nicht genutzt werden. Jetzt stellt sich heraus, dass alle Normen erfüllt werden und der Netzbetreiber Amprion in Süddeutschland bereits eine 380 kV-Leitung plant!

 

MdB Silvia Breher hat auf der Veranstaltung den anwesenden Vertretern der TenneT sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass die Nutzung einer Kompaktleitung in die weitere Planung einbezogen werden muss. Wir werden genau verfolgen, ob TenneT dies endlich aufnimmt und wie sich das Thema weiterentwickelt.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

29.03.2018_MT_Tennet will Kompaktmasten prüfen

29.03.2018_NWZ_Einsatz von Kompaktmasten wird geprüft

 

 

20. März 2018 - Mitgliederversammlung 2017

An der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Vaske-Thölking in Elsten haben leider auch in diesem Jahr nur wenige Mitglieder teilgenommen. Neben den Vorstandsmitgliedern und den Kassenprüfern, für die es eine Pfichtveranstaltung ist, haben wir gerade einmal 20 Mitglieder begrüßen können. Für eine Zahl von immerhin 1115 Mitgliedern ist dies äußerst schwach, wenn man zudem noch bedenkt, dass wir über 50 Mitglieder haben, die sich zur aktiven Mitarbeit bereit erklärt haben! Für den Vorstand, der unermüdlich für eine Anwohnergerechte Umsetzung des Netzausbaus kämpft, ist dies kaum nachvollziehbar.

Für alle, auch die, die nicht teilgenommen haben, hier zum Download das Protokoll der Mitgliederversammlung 2017

 

März - Mai - Terrestrische Ergänzungsmessungen

TenneT kündigt die Durchführung von Vermessungsarbeiten entlang der Vorzugstrasse an. Für die Arbeiten werden betroffene Gebiete kurzzeitig betreten und kleine Messgeräte verwendet. Näheres ist dem beigefügten Infoblatt zu entnehmen.

 

 

07. März 2018 - Dialog mit der TenneT für Anlieger des Suchraums UW Nutteln

Am Mittwoch, den 07. März, führte der Netzbetreiber TenneT einen Anlieger-Dialog durch, um sich mit den Bürgerinnen und Bürgern im Bereich des Suchraums „Nutteln“ über die Vorplanungen für das Umspannwerk auszutauschen. Die Einladung wurde rege angenommen, den ganzen Nachmittag über kamen zahlreiche Betroffene um sich über den Stand der Planung zu informieren.

 

Neben der Tatsache, dass nur noch ein Offshore-Erdkabel in die Region CLP geführt wird (s. auch Eintrag vom 22.12.17), gibt es derzeit jedoch keine neuen Erkenntnisse. Der Sachstand im Raumordnungsverfahren ist nach wie vor unverändert. Derzeit wird die vorgelegte Planung der TenneT durch das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) geprüft. Auch die dazu vom Landkreis, den Gemeinden und nicht zuletzt die zahlreichen von betroffenen Bürgern eingereichten Einwände werden geprüft. Im Frühjahr wird es dann einen ersten Erörterungstermin geben, bei dem ArL, Netzbetreiber und Vertreter der öffentlichen Belange die verschiedenen Standpunkte diskutieren werden. Bei der Komplexität des Projektes und den zahlreichen gut begründeten Einwänden wird ein Erörterungstermin sicher nicht ausreichen, um einen Konsens in der regionalen Netzausbauplanung zu erzielen. Es wird weitere Termine geben, bevor das ArL im weiteren Verlauf des Jahres in der "Landesplanerischen Feststellung" den vorgesehenen Trassenverlauf und die beiden vorgesehenen Standorte für die Umspannwerke festlegt.

 

Erst danach wird das Planfeststellungsverfahren eröffnet und eine Ausplanung bis ins Detail vorgenommen. Alle Arbeiten, die derzeit durch die TenneT durchgeführt werden, geschehen im Vorgriff, in der Hoffnung, dass die Planung auch in der vorgelegten Form umgesetzt wird. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

08.03.2018_ MT_TenneT sucht in Nutteln das Gespräch

08.03.2018_NWZ_TenneT spricht mit Anwohnern

09.03.2018_MT_Im Prinzip sind wir noch mittendrin

 

 

Februar bis Oktober 2018 - Kartierung von Tiervorkommen

TenneT lässt in den kommenden Monaten Kartierungsarbeiten zur punktgenauen Erfassung der Fauna-Bestände durchführen. Betroffene Gebiete werden nur kurzzeitig betreten, jedoch nicht befahren, Geräte werden nicht eingesetzt. Weitere Einzelheiten sind dem Informationsblatt der TenneT zu entnehmen.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

MT_Tennet lässt Fledermäuse und Reptilien zählen

NWZ_Tennet zählt Fledermäuse und Reptilien

 

 

20. bis 21. Februar 2018 - Bürgersprechstunden in Garrel und Kellerhöhe

TenneT informiert die betroffenen Anlieger über die Vorplanung des Umspannwerkes und des beabsichtigten Trassenverlaufes im Suchraum Nikolausdorf. Zur Teilnahme an der Veranstaltung ist eine persönliche Terminvereinbarung zwingend erforderlich. Weitere Einzelheiten zu Veranstaltungsort und -zeit bitte ich der Einladung der TenneT zu entnehmen.

 

 

 

22. Januar 2018 - Informationsbesuch bei der AGS-Verfahrenstechnik in Stade

Die derzeit von den Netzbetreibern in Pilotprojekten wie bei Raesfeld in NRW genutzten Techniken zur 380 kV Teilerdverkabelung erfordern breite Kabelgräben und damit umfangreiche Eingriffe in die Struktur des Bodens. Bei Raesfeld betrug die Grabenbreite in der Bauzeit mehr als 40 m, selbst in der Betriebsphase ist die Trasse über 20 m breit. Seitens der Landwirtschaft wird dies daher sehr negativ bewertet und überwiegend abgelehnt. Es gibt jedoch bereits Verlegetechniken, die röhrenbasiert sind und so entweder bei offener Verlegung sehr schmale Kabelgräben ermöglichen, oder auch im geschlossenen Bohrverfahren verlegt werden können.

 

Am 22.01. hatten wir die Gelegenheit, gemeinsam mit unseren MdL Christoph Eilers und Karl-Heinz Bley, sowie Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann, uns bei der AGS-Verfahrenstechnik in Stade über eine dieser Techniken zu informieren. Das AGS Verlegeverfahren ist röhrenbasiert und kann mit der Option einer aktiven Kühlung für eine geringe Wärmeabstrahlung sorgen. Der Platzbedarf beträgt in der Betriebsphase nur 1,70 m. Darüber hinaus ermöglicht die Verlegetechnik doppelt so lange Kabelabschnitte und damit nur die Hälfte von Verbindungsmuffen. Eine Austauschbarkeit ohne Erdaushub ist durch das Verlegeverfahren ebenso gegeben, wie die Durchführung von Reparaturmaßnahmen. Der wichtigste Vorteil aus unserer Sicht ist jedoch der ressourcenschonende Umgang mit unserem kostbaren Gut Boden. Das AGS Verlegeverfahren wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und ist für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 nominiert.

 

Auch weitere ähnliche Verlegeverfahren sind marktreif und verfügbar, wie z.B. die Minimaltrasse von Prof. Dr.-Ing Brakelmann.

 

Eine Möglichkeit, diese Verlegetechniken im Projekt CCM anzuwenden wäre u.a. die neu ausgeplante Teilerdverkabelung zum Anschluss des möglichen Umspannwerkes Nikolausdorf (siehe dazu auch u.a. Presseberichte). Aber damit sind bei weitem nicht alle gesetzlichen Möglichkeiten zur Nutzung der Erdverkabelung ausgeschöpft.

 

Das Projekt CCM ist im Bundesbedarfsplangesetz als Pilotprojekt ausgewiesen, d.h. dass Erdverkabelungen ausgeplant werden können, wenn bestimmte Auslösekriterien erreicht werden. Einer dieser Auslösefaktoren ist die Unterschreitung der gesetzlichen vorgeschriebenen Mindestabstände zu Wohngebäuden.

 

Auf der Strecke der Trassenvariante C, vom Vereinigungspunkt der Korridore B und C bis zum Standort des UW Cloppenburg-Ost kann eine gradlinige Leitungsführung aufgrund der dichten Wohnbebauung nicht eingehalten werden. Häufige Richtungsänderungen sind hier erforderlich, um die 400 m- und 200 m-Puffer nicht zu durchschneiden. An fünf Engstellen können diese Abstandsvorgaben nicht eingehalten werden und erfüllen damit die Auslösekriterien einer Teilerdverkabelung.

 

Nach Durchführung der Engstellendiskussion kommt man jedoch bei allen o.a. Engstellen zu dem Ergebnis, dass diese weiterhin als Freileitungen und nicht als Teilerdverkabelung ausgeplant werden. Begründet wird dies hauptsächlich damit, dass aufgrund der Vorbelastung durch die 220 kV-Bestandstrasse und die parallel verlaufende 110 kV-Leitung keine Verschlechterung des Wohnumfeldschutzes entstehen würde.

 

Die gesetzlich festgelegten Abstände werden zwar deutlich unterschritten, in den Unterlagen wird jedoch mit einer Verbesserung gegenüber der Ist-Situation argumentiert. Dies ist aus hiesiger Sicht nicht hinnehmbar, da insbesondere den zahlreichen von den Bestandstrassen betroffenen Anwohnern zugesagt wurde, dass beim Neubau die Abstandsvorgaben eingehalten werden. Eine derartige Argumentation des Netzbetreibers ist aus unserer Sicht weder nachvollziehbar noch hinnehmbar. Die gesetzlichen Vorgaben zur Planung einer Teilerdverkabelung sind erfüllt und sollten auch angewandt werden!

 

Ähnlich verhält es sich mit dem anschließenden Teilstück vom UW Cloppenburg-Ost bis zum vorgesehenen UW Nutteln. Auch hier werden aufgrund der dichten Bebauung häufige Richtungswechsel vorgenommen um die Unterschreitung der Mindestabstände zu vermeiden. Die Vorgaben der Raumordnung nach einem kurzen Verlauf der Leitung mit wenigen Richtungsänderungen und langen, geraden Teilabschnitten werden damit nicht erreicht. Zudem müssen bei den häufigen Richtungsänderungen größere und stärkere Masten verbaut werden um die auftretenden Scherkräfte abzufangen. Jedoch werden mit dieser Planung Engstellendiskussionen zur Festlegung einer Teilerdverkabelung von vornherein vermieden.

 

Überaus fragwürdig wird diese Planung, da der Netzbetreiber bereits jetzt angekündigt hat, Gespräche mit den Anliegern zu führen mit dem Ziel, Einverständnis zum Unterschreiten der Mindestabstände herbeizuführen, um damit eine geradlinige Trassenführung zu erreichen.

 

Dieses Verhalten des Netzbetreibers ist nicht hinnehmbar. Im Interesse einer besseren Akzeptanz und vertrauensvollen Einbindung der betroffenen Anwohner in den Planungsprozess fordern wir, dass die Möglichkeiten, die der Gesetzgeber im Rahmen des Netzausbaus ausdrücklich eröffnet, auch genutzt werden! Planungen für Teilerdverkabelung sind dort durchzuführen, wo sie möglich und zulässig sind und nicht durch Kunstgriffe und Taschenspielertricks zu verhindern!

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

24.01.2018 MT_Erdkabel im schmalen Graben verlegen

25.01.2018 MT_Tennet schlägt Erdkabel bei Beverbruch vor

25.01.2018 NWZ_Beverbruch bald ohne Leitungen?

26.01.2018 NWZ_Pläne stoßen auf geteiltes Echo

27.01.2018 MT_Bley & Eilers regen runden Tisch zu Stromtrassen an

27.01.2018 NWZ_Eilers & Bley wollen an runden Tisch

31.01.2018 CW_Bley und Eilers fordern runden Tisch

31.01.2018 NOZ_Hövel und Bäumer wollen runden Tisch

 

Januar bis Februar 2018 - Öffentlichkeitsbeteiligung im Raumordnungsverfahren wird wiederholt

Wegen formeller Fehler wird das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit im Raumordnungsverfahren 380kV Trasse CCM erneut eröffnet. Im Zeitraum 11. Januar bis zum 12. Februar werden die Antragsunterlagen daher in allen von der Planung berührten Städten und Gemeinden erneut öffentlich ausgelegt. Dies gilt sowohl für den nördlichen Teil der Trasse von Conneforde bis Cloppenburg (Maßnahme 51a) als auch für den südlichen Teil von Cloppenburg bis Merzen (Maßnahme 51b).

Die Unterlagen zur erneuten Auslegung sind unverändert. Bislang abgegebene Stellungnahmen behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht noch einmal eingereicht werden. Allerdings erhalten damit Alle, die es versäumt haben, einen Einwand gegen die geplante Hochspannungstrasse zeitgerecht abzugeben, erneut die Möglichkeit, dies zu tun. Bitte nutzt die Gelegenheit und nehmt Euer Recht in Anspruch, Eure Einwände gegen die Trassenplanung geltend zu machen.

Am 26.02.2018 endet die Frist für Einwände gegen das Raumordnungsverfahren.

 

Unterstützung bei der Erstellung von Einwandschreiben bieten wir hier an:

 

22. Dezember 2017 - Bestätigung der Netzentwicklungspläne 2030 werden veröffentlicht

Nach Durchlauf verschiedener Prüfrunden mit Überarbeitungen und Änderungen, sowie Beteiligung der Öffentlichkeit, wurden die zweiten Entwürfe des Netzentwicklungsplanes Strom 2030 und der Offshore-Netzentwicklungsplan 2030 zum Jahresende veröffentlicht. Der in den Plänen aufgeführte Ausbaubedarf des Stromnetzes wird damit als erforderlich bestätigt.

 

Für unsere Region bedeutet es, dass nur noch ein Offshore-Erdkabel von den Windparks in der Nordsee zum Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg geführt wird. Dieses Erdkabel wird bis zu einem der beiden geplanten neuen Umspannwerke (Nikolausdorf oder Nutteln) geführt und dort in einer Konverteranlage in Wechselstrom umgewandelt. Die beiden anderen Offshore-Leitungen, die ebenfalls bis nach Cloppenburg geführt werden sollten, werden jetzt zum Netzverknüpfungspunkt Hanekenfähr geführt und dort in Wechselstrom konvertiert. Hanekenfähr ist Standort des im Jahr 2022 abzuschaltenden KKW Emsland und netzseitig gut ausgebaut und angeschlossen.

 

Dies ist für die Region eine gute Entscheidung und nicht zuletzt auf die massiven Eingaben und Proteste aller Beteiligten zurückzuführen. Drängen müssen wir jedoch darauf, dass jetzt der Platzbedarf für die beiden Umspannwerke (USW) zurückgefahren wird. Geplant werden die USW derzeit noch in einer Größe von 25 - 30 ha, damit dort Platz für bis zu zwei Konverter verbleibt. Gem. neuem Sachverhalt wird nur noch ein Konverter in einem USW benötigt. Fest steht auch noch nicht, in welchem USW der Konverter betrieben werden soll.

Keine Änderungen ergeben sich im bestätigten Netzentwicklungsplan für die geplante 380kV-Leitung CCM.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

10.01.2018 MT_Umspannwerke werden sicher kleiner

10.01.2018 NWZ_Netzagentur bestätigt Verlegung

11.01.2018 NWZ_Ein Umspannwerk wird deutlich kleiner

20.01.2018 NWZ_Scharfer Angriff auf Tennet

20.01.2018 MT_Brinkmann unterstellt Tennet Willkühr

24.01.2018 CW_Cappeln fordert eine neue Standortsuche

 

 

13. Dezember 2017 - Übergabe der Unterschriftensammlung

Dank des Engagements und durch die Vermittlung unseres Landtagsabgeordneten Christoph Eilers haben wir kurzfristig einen Termin bei dem Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies im Landtag in Hannover erhalten, um für unsere Sache um Unterstützung zu bitten. Gemeinsam mit Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann hatte eine Delegation unserer BI daher heute die Gelegenheit, das „Cappelner Gutachten“ und unsere gesammelten 5500 Unterschriften zu übergeben. In Minister Olaf Lies hatten wir einen sachkundigen Zuhörer, als Diplomingenieur Elektrotechnik weiß er, um was es geht. Darüberhinaus ist er auch Vorsitzender des politischen Beirates der Bundesnetzagentur und deshalb mit der Netzausbauplanung bestens vertraut. Insbesondere im Punkt einer kompletten Gleichstromerdverkabelung hat er uns daher nicht allzu große Hoffnungen machen können. Allerdings sagte er zu, sich intensiv mit der Sachlage bei uns auseinanderzusetzen und auch die Einladung von Bgm Brinkmann anzunehmen, um sich ein komplettes Bild vor Ort zu machen und weitere Gespräche hier zu führen.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

MT_Lies dämpft Hoffnung auf Gleichstrom

NWZ_Stromtrassen-Delegation spricht mit Lies

Sonntagsblatt_5500 Unterschriften gegen Stromtrassen

 

05. Dezember 2017 - Gespräche über Trassenführung in Beverbruch

Vertreter der TenneT, des Amtes für regionale Landesentwicklung, der Gemeinde Garrel und des Bürgervereins Beverbruch haben sich zu einem Gespräch über die Trassenführung der geplanten 380kV-Leitung im Bereich der Ortschaft Beverbruch getroffen. Nach den bisherigen Plänen würde die neue Stromtrasse die Schaffung eines neuen Baugebietes in Beverbruch verhindern. Im Verlauf des Gesprächs wurden jedoch drei Lösungsvorschläge entwickelt, um das Baugebiet am Beverbrucher Damm doch noch realisieren zu können. Diese Vorschläge werden in den kommenden Wochen auf Realisierbarkeit überprüft.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Bürgervereins, unserem BI-Mitglied Norbert Budde, ist das Gespräch sehr positiv verlaufen.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

NWZ_Lösung für Beverbruch in Sicht

MT_Auf der Suche nach Lösungen

 

30. November 2017 - Termine in Essen für die Hilfestellung bei der Erstellung von Einwänden

Engagierte Mitglieder der Bürgerinitiative bieten Hilfestellung bei der Erstellung von Einwänden gegen den geplanten Verlauf der Stromtrasse in der Gemeinde Essen an.

Die Termine in Essen sind:

Donnerstag, 30. November von 18 bis 20 Uhr

Donnerstag, 7. Dezember von 18 bis 20 Uhr

Sonntag, 3. Dezember von 14 bis 16 Uhr.

Treffpunkt ist das Seniorenservicebüro der Gemeinde Essen, Wilhelmstraße 5.

 

14. November 2017 - Informationsveranstaltung Hotel zum Rathaus, Essen

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) hat am 18.10.2017 das Raumordnungsverfahren für das Vorhaben 380kV-Leitung Conneforde - Cloppenburg Ost - Merzen, Maßnahme 51b „Cloppenburg - Merzen" eingeleitet.

 

Um die betroffenen Bürger über die Einzelheiten und die Möglichkeit der Einwände zu informieren wird am Dienstag, den 14.11. um 19:30 im Hotel zum Rathaus in Essen eine Informationsveranstaltung duchgeführt.

 

Darüber hinaus bieten wir nachfolgend Unterstützung zur Erstellung der Einwandschreiben an:

Die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren liegen bis zum 27. November in den jeweiligen Gemeinden zur Ansicht aus. Darüber hinaus könnt Ihr die Antragsunterlagen über diesen Link von der Internetseite des ArL herunterladen.

 

Jeder kann sich im eigenen Wohnort schriftlich oder zur Niederschrift zu dem Vorhaben äußern. Die abgegebenen Stellungnahmen werden von der Gemeinde an das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems weitergeleitet. D.h., man muss keine eigene schriftliche Stellungnahme verfassen, wer sich damit nicht so gut auskennt, geht zur Heimatgemeinde und bringt dort seine Bedenken und Gründe gegen das Projekt mündlich zur Niederschrift vor.

 

Schriftliche Einwände können auch direkt an das:

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems

Theodor-Tantzen-Platz 8

26122 Oldenburg

 

geschickt werden.

Zur Vereinfachung des Verfahrens können die Stellungahmen auch in elektronischer Form an die Email-Adresse:

"ccm51b@arl-we.niedersachsen.de" abgegeben werden.

 

Zu beachten ist der Termin 11.12.2017, dann endet die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme.

 

Jeder einzelne hat das Recht, einen Einwand zu erheben. Wenn Ihr einen Einwand gegen den geplanten Trassenbau erhebt, dann sollte er so individuell wie möglich gestaltet werden. Es ist nicht hilfreich, mehrere Einwände mit dem selben Inhalt zu verfassen und einzureichen, diese Sammeleinwände werden nicht anerkannt.

Wir werden hier daher nicht einen komplett gefertigten Einwand zum Herunterladen zur Verfügung stellen, sondern nur eine Vorlage, indem Adresse, Betr., einleitende u. abschließende Formulierung enthalten sind. Die individuelle Begründung ist bei jedem anders und muss entsprechend von jedem Einzelnen eingetragen werden.

Zusätzlich haben wir einen Themenkatalog zusammengestellt, der helfen soll, wichtige Punkte zu beachten und Einspruchsgebiete für die eigene Betroffenheit bei der Erstellung der Begründung zu erkennen. Der Themenkatalog ist ein erster Entwurf und wird aktualisiert. Wenn Euch zusätzliche Punkte einfallen, die aufgenommen werden sollten, schreibt uns bitte eine kurze Notiz.

 

Siehe dazu auch den Pressebericht: MT_Bürgerinitiative ruft zum Widerstand auf

 

18. Oktober - Vorzugsvariante für den Abschnitt von Cloppenburg bis Merzen bekanntgegeben

Im Rahmen des Dialogforums wurde von den Netzbetreibern TenneT und Amprion die Vorzugsvariante für den südlichen Abschnitt der geplanten 380 kV Trasse bekanntgegeben. Wie nicht anders zu erwarten, entschied man sich auch diesmal für die streckenmäßig kürzeste Option, nämlich für eine Variante aus den Trassenkorridoren A und B. Den Verlauf der Trasse könnt ihr dieser Karte entnehmen.

Das Raumordnungsverfahren wurde heute eröffnet. Die kompletten Antragsunterlagen könnt ihr über diesen Link von der Website des ArL herunterladen. Die Unterlagen werden ab dem 26.10.17 auch in den betroffenen Gemeinden zur Einsicht ausgelegt werden.

 

Das Ende der Frist zur Abgabe von Stellungnahmen ist der 11.12.2017

 

Siehe dazu auch verschiedene Presseberichte auf der Seite Presse aktuell

 

12. Oktober - Flagge zeigen zum Besuch der Bundeskanzlerin in Vechta

Etliche sind den Aufrufen gefolgt und haben in gelben T-Shirts auf der CDU Veranstaltung im Rasta Dome in Vechta deutlich erkennbar für die Erdverkabelung gekämpft. Die Bundeskanzlerin ist in Ihrer Rede auch darauf eingegangen und versprach, sich für eine Erdverkabelung in der Region einzusetzen.

 

09. Oktober - TenneT lässt die Vögel zählen

Mit einem Schreiben informiert Übertragungsnetzbetreiber TenneT darüber, dass ab Oktober Rastvogelkartierungen in der Region durchgeführt werden. Bei den Kartierungen sollen die Rastvogelbestände im Untersuchungsgebiet punktgenau erfasst werden. Betroffene Gebiete werden nur kurzzeitig betreten, jedoch nicht befahren. Geräte werden nicht eingesetzt. Die Kartierungsarbeiten können bis März 2018 andauern.

Siehe dazu auch den Pressebericht: MT_Tennet lässt die Vögel zählen

 

05. Oktober 2017 - CDU-Fraktionsvorsitzender Björn Thümler informiert sich in Nutteln

Der Fraktionsvorsitzender der CDU im Niedersächsischen Landtag, Björn Thümler wurde auf Einladung unseres Landtagskandidaten Christoph Eilers während eines Ortstermines in Nutteln durch Bürgermeister Marcus Brinkmann und Rolf Fahrenholz über den geplanten Netzausbau und das beabsichtigte Umspannwerk informiert. Anschließend erläuterte Thümler seine persönliche Position und stellte sich auch den Fragen der betroffenen Anwohner. Positiv überrascht hat uns alle die ausgesprochen gute Sachkenntnis Thümlers und sein vehementes Eintreten für innovative Techniken zum Ausbau der Stromnetze. Auch er vertritt nachdrücklich die Position, dass dort wo neue Leitungen erforderlich sind, diese in die Erde gehören. Es war auch deutlich spürbar, dass er sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit der Thematik auseinandersetzt . Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung wurden ihm Kopien der bisher gesammelten knapp 5500 Unterschriften übergeben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Unterschriften und die Position Thümlers im Falle eines Regierungswechsels in Niedersachsen auf die weitere Trassenplanung auswirken.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

NWZ: 5000 Unterschriften fürs Kabel

MT: Thümler drängt auf neueste Technik

 

 

26. September 2017 - Besichtigung der der Teilerdverkabelung Raesfeld

Der Vorstand nutzte die Gelegenheit, auf Einladung des Bürgerdialogs Stromnetz, die Kabelübergangsanlage der ersten Teilerdverkabelung für Drehstromhochspannungsleitungen in Deutschland zu besichtigen und sich über die Besonderheiten des in Kürze ans Netz gehenden Pilotprojektes zu informieren. Der Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld, ein Vertreter des Bodenschutzes und der Sprecher der betroffenen Landwirte trugen zu Planung und Umsetzung des Projektes vor und stellten sich den Fragen der Besucher. Neben den interessanten Informationen konnten wir so auch Kontakte knüpfen und von der Veranstaltung mitnehmen, die uns sicherlich im weiteren Verlauf "unserer Trassenplanung" sehr hilfreich und wertvoll sein werden.

 

 

19. September 2017 - Mitgliederversammlung

Leider sind nur 19 von über 1000 Mitgliedern der Einladung gefolgt und haben an der diesjährigen Mitgliederversammlung teilge- nommen. Neben den Berichten des Vorstandes musste turnusgemäß auch der Vorstand gewählt werden. Zudem wurde über Satzungsänderungen abgestimmt. Das Protokoll der Versammlung steht hier zum Download bereit.

 

Presseberichte zur Mitgliederversammlung:

NWZ_Fahrenholz weiterhin unter Spannung

MT_Fahrenholz wünscht mehr Unterstützung

 

 

05. September 2017 - Erste Parteien fordern nun auch eine Erdverkabelung

Gemäß Presseberichten haben die FDP und die Grünen die Stimmung in der Region erkannt und fordern nun eine Erdverkabelung für die Neubau-Stromtrasse von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen. Aber was ist mit den beiden großen Parteien? Sowohl von CDU als auch SPD äußern sich bisher nur vereinzelte Abgeordnete und bekennen sich zu einer Erdverkabelung. Mit positivem Beispiel gehen hier MdL Renate Geuter, SPD und Landtagskandidat Christoph Eilers, CDU voran. Aber was ist mit den Anderen, ein übergreifendes Bekenntnis fehlt bisher noch.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte:

MT_Grüne fordern nun auch Erdkabel

MT_FDP fordert Erdkabel

NWZ_Ministerpräsident hätte sich kümmern müssen

 

30. August 2017 - Übergabe der Einwände beim ArL

Um 13:00 Uhr haben wir uns zur Übergabe der Einwände beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg getroffen. In einem symbolischen Akt wurden die Einwände dem Amtsleiter des ArL vor die Tür gekippt. Die Bürgermeister der Gemeinde Cappeln, Marcus Brinkmann und der Gemeinde Garrel, Andreas Bartels waren ebenso vertreten, wie die Vertreter aller Bürgerinitiativen der Region. Nach unseren Berechnungen wurden mehr als 4000 Einwände an den Leiter des ArL übergeben. Ein bemerkenswertes Ergebnis, das auch sehr deutlich den Bürgerwillen zum Ausdruck bringt.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte der NWZ und MT

 

21. August 2017 - Flagge zeigen zum Besuch der Bundeskanzlerin in CLP

Danke, dass so viele gekommen sind, um deutlich darauf hinzuweisen, was uns derzeit mit großer Sorge erfüllt. Gegner der Netzausbaupläne aus der gesamten Region haben sich versammelt, um die Bundeskanzlerin darauf aufmerksam zu machen, dass hier nicht alles kritiklos hingenommen wird. Die Presse schreibt von mehr als 500 Teilnehmern, nach unserer Schätzung waren es sogar

ca. 700 Trassengegner, die mit großen Plakaten gekommen waren. Danke noch einmal für die überragende Teilnahme!

 

Aber denkt bitte auch an die Einwände, nur demonstrieren allein hilft nicht viel weiter, wer bisher noch keinen Einwand geschrieben hat, möge es bitte tun, am 01. Sept. ist der letzte Termin zur Abgabe.

 

Zum Besuch der Bundeskanzlerin siehe auch die Presseberichte der NWZ und der MT

 

17. August 2017 - Silvia Breher informiert sich in Nutteln

CDU-Bundestagskandidatin Silvia Breher und Landtagskandidat Christoph Eilers wurden während eines Ortstermines in Nutteln durch die BI über den geplanten Netzausbau und das beabsichtigte riesige Umspannwerk informiert. Hübsch als Geschenk verpackt wurden Silvia Breher Kopien der bisher gesammelten Unterschriften überreicht, immerhin bereits deutlich mehr als 3000.

Siehe dazu auch den Pressebericht der MT

 

15. August 2017 - Informationsveranstaltung in Garrel-Tweel

Große Betroffenheit herrschte unter den vielen Anwohnern, die sich zur Informationsveranstaltung in der Gaststätte Zum Elch zusammen gefunden haben. Dem überwiegenden Teil der Anwesenden waren die Planungen zum Bau eines 25-30 ha großen Umspannwerkes direkt vor ihrer Haustür nicht bekannt.

Siehe dazu auch den Pressebericht der MT.

 

07. August 2017 - Informationsveranstaltung in Nikolausdorf

Auf der Veranstaltung hat die BI über das laufende Raumordnungsverfahren informiert und auf zahlreiche Problemfelder hingewiesen. Es wurden Ratschläge und Hinweise zur Erstellung der Einwände gegeben und angesprochen, dass man nur mit einer hohen Zahl an Einwänden etwas bewegen könne. Auch MdL Renate Geuter betonte, dass nur durch den öffentlichen Druck etwas erreicht werden könne, zugleich sprach sie sich deutlich für eine Gleichstromerdverkabelung aus.

Siehe dazu auch die Presseberichte der NWZ und der MT

 

05. August 2017 - Hilfestellung für die Erstellung der Einwände im Vereinsheim am Sevelter Sportplatz

Wir bieten erneut am Samstag, den 05. August im Vereinsheim am Sevelter Sportplatz im Zeitraum von 14 Uhr bis 17 Uhr Hilfestellung für die Erstellung der Einwände zur geplanten Stromtrasse an. Personen, die bei Formulierungen und Vorgehensweisen Unterstützung benötigen, sind herzlich eingeladen und werden von einigen engagierten Mitgliedern bei der Erstellung der Einwandschreiben direkt unterstützt.

 

 

25. Juli 2017 - Online-Petition

Zur Unterstützung unserer Forderung nach Umsetzung des "Cappelner Gutachtens" und Verwendung von Gleichstromerdverkabelung statt neuer Freileitungstrassen haben wir eine Online-Petition gestartet.

 

Teilnehmen könnt Ihr auf der nächsten Seite. Hier sind auch der Begründungstext und weitere Informationen etc. aufgeführt.

Bitte leistet Eure Unterschrift und verbreitet den Link im Freundes- und Bekanntenkreis. Danke!

 

Siehe dazu auch den Pressebericht der NWZ.

 

 

25. Juli 2017 - Neue Initiative gegründet

Gem. Bericht der MT haben zwei engagierte Bürger eine neue Initiative gegründet um auch gegen die Trassenpläne anzugehen.

 

Die Initiative verfolgt ähnliche Ziele, wie wir bereits seit langem. Dies kann uns nur Recht sein, denn es trägt dazu bei, die Pläne zum Stromnetzausbau in unserer Region zu überarbeiten.

 

 

24. Juli 2017 - Einwände im Raumordnungsverfahren für die Offshore-Anbindung

Aufgrund vieler Anregungungen wurde der Beitrag zur besseren Auffindbarkeit oben auf der Seite als "Hilfe für die Erstellung der Einwände" zum Download platziert.

 

 

18. Juli 2017 - Einwände im Raumordnungsverfahren CCM

Aufgrund vieler Anregungungen wurde der Beitrag zur besseren Auffindbarkeit oben auf der Seite als "Hilfe für die Erstellung der Einwände" zum Download platziert.

 

 

12. Juli 2017 - BI startet Unterschriftenaktion

Wir erarbeiten derzeit detaillierte Stellungnahmen zum Raumordnungsverfahren, um diese zeitgerecht bis Ende August an das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems abzugeben.

 

Ergänzend dazu haben wir gemeinsam mit den anderen Bürgerinitiativen der Landkreise Cloppenburg und Osnabrück ein Positions- papier erstellt und an alle MdB und MdL der Region übermittelt (siehe 02. Juli 2017).

 

Unterstützen wollen wir dies durch eine Unterschriftenaktion. Mit möglichst vielen Unterschriften wollen wir den Wählerwillen zum Stromnetzausbau zum Ausdruck bringen und diese Listen noch vor den Bundestagswahlen an die politischen Vertreter überreichen.

 

Die Arbeitsgruppen der BI werden an unterschiedlichen Orten Unterschriften sammeln und auch Häusersammlungen durchführen. Es wäre wünschenswert, wenn auch die übrigen Mitglieder unterstützen würden und im eigenen Bereich Unterschriften sammeln.

 

Bitte unterstützt die Aktion mit allen Kräften, je mehr Unterschriften wir bekommen, desto mehr Gehör finden wir!

 

Begleitschreiben und Formular für die Unterschriftslisten sind hier als Download abrufbar.

 

Die Erarbeitung und Federführung für diese Aktion hat die Arbeitsgruppe in Nutteln übernommen.

Für weitere Anregungen oder Fragen stehen euch zur Verfügung:

 

Anne & Richard Sontag eMail: Anne.Sontag@qu-it.de

Kampstraße 2

49692 Nutteln / Cappeln

 

Bitte die Listen zurück bis zum 18. August an o.a. Adresse oder an die BI-Adresse gem. Listen.

 

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung! Nur gemeinsam sind wir stark!!!

 

 

10. Juli 2017 - Erste Rückmeldungen der MdB und MdL erreichen die BI

Da aufgrund der Sommerferien derzeit viele Abgeordnete im Urlaub weilen, haben wir Abwesenheitsnachrichten erhalten, m.d.B. um etwas Geduld.

Einige wenige Stellungnahmen haben uns aber auch schon erreicht. Wir werden diese auswerten und berichten, sobald nennenswerte Erkenntnisse vorliegen.

 

 

05. Juli 2017 - Der Fraktionsvorsitzender der Nds CDU, Björn Thümler, favorisiert Erdkabel für neue Trassen

Seine Aussage: "Dort, wo neue Trassen erforderlich sind, sollten die Kabel in die Erde gelegt werden."

Genau das fordern wir seit unserer Gründung.

Den vollständigen Bericht könnt ihr hier abrufen NWZ-Online Thümler Trassen

 

02.Juli 2017 - Bürgerinitiativen der Kreise CLP und OS versenden gemeinsames Positionspapier an MdB & MdL

Wir haben alle Bürgerinitiativen der von der Netzausbauplanung der Region betroffenen Landkreise initiativ angeschrieben, mit der Absicht, eine gemeinsame Stellungnahme zu erarbeiten und diese an unsere gewählten Volksvertreter heranzutragen. Ziel ist es, statt der geplanten Drehstromfreileitung eine dem technischen Fortschritt angepasste, zukunftsorientierte Umsetzung des Netzausbaubedarfes in Form von Gleichstromerdverkabelung, wie es in dem "Cappelner Gutachten" ausführlich erläutert wird zu fordern.

 

Die Initiativen der Landkreise Cloppenburg und Osnabrück haben sich daraufhin auf ein Positionspapier geeinigt und wir haben soeben mit dem Versand begonnen.

 

Anschreiben werden wir alle gewählten MdB und MdL der Region, auch die neu aufgestellten Kandidaten für die Bundestagswahl und Landtagswahl im Januar, mit der Bitte, eine persönliche Stellungnahme zu unserem Positionspapier zu übermitteln.

 

Das Anschreiben an die Politiker und unser Positionspapier könnt ihr über diese Links herunterladen.

 

Pressebericherstattung dazu:

Nordwest Zeitung 05.07.2017

Münsterländische Tageszeitung 05.07.2017

 

 

24. Juni 2017 - Erstes Gerichtsurteil zur Stromtrasse

Hoch aktuell wurde es heute auf dem historischen Gogerichtstag auf dem Desum bei Emstek. Der Vorsitzende der "Bürgerinitiative Landkreis Cloppenburg unter Spannung" klagte die für unsere Region derzeit vorgesehene Umsetzung der Stromnetzausbauplanung an.

 

In seiner Rede kritisierte er u.a. dass die Trassenvariante ausgewählt wurde, bei der es sich um den streckenmäßig kürzesten und damit preisgünstigsten Korridor handelt. Jedoch führt dieser Korridor entlang von Städten, Gemeinden und Ansiedlungen im Außenbereich und beeinträchtigt damit die von allen Varianten weitaus größte Zahl von betroffenen Anwohnern. Offensichtlich wurde der Faktor Mensch bei den Auswahlkriterien zur Festlegung der Vorzugsvariante nicht berücksichtigt. Das sei nicht hinnehmbar, es darf nicht sein, dass der Mensch gegenüber wirtschaftlichen Interessen in den Hintergrund tritt!

 

Weiterhin führte er das "Cappelner Gutachten" an, dass aufzeigt, dass die bisherigen Planungen zum Anschluss der Offshore-Windparks und der damit verbundene massive Ausbau des Wechselstromnetzes in unserer Region nicht mehr aktuell seien und der vom Gesetzgeber eingeschlagene Weg beim Netzausbau in Frage zu stellen ist. Die Wissenschaftler schlagen Gleichstromerdverkabelung sowohl für den Offshore-, als auch den hier erzeugten Onshore-Strom vor.

 

Er forderte alle betroffenen Landkreise, Gemeinden und Landespolitiker auf, massiven und gemeinsamen Druck auf die Bundesregierung auszuüben, um ein Umdenken in der Umsetzung der Planung zu erwirken.

 

Das Gogericht unter dem Vorsitz des Gografen entschied nach Beratung. Sie waren sich einig, dass die Energiewende stattfinden müsse. Der Strom müsse von Norden nach Süden transportiert werden. Dies müsse aber verträglich für Mensch, Flora und Fauna geschehen. Die Schöffen hielten es für am verträglichsten, wenn der erzeugte Strom, sei es durch Wind an der Nordsee oder hier in der Region, als Gleichstrom in erdverlegten Kabeln nach Süden transportiert werde. Darüber hinaus sollten sich alle Politiker der Region dafür einsetzen, dass diese Erdverkabelungen zukünftig zum Wohle der nachfolgenden Genarationen eingesetzt werden!

 

Die vollständige Rede des BI Vorsitzenden findet ihr hier: Rede Gogericht

 

Den Pressebericht könnt ihr hier lesen: MT_Bericht Gogericht

 

 

22. Juni 2017 - Sitzung mit den aktiven Mitgliedern der BI

Im Rahmen einer Sitzung mit den Mitgliedern, die sich zur aktiven Mitarbeit bereit erklärt haben, wurde über den aktuellen Sachstand informiert und die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Alle sind sich einig, dass im Raumordnungsverfahren möglichst viele Stellungnahmen und Widersprüche einzureichen sind. Parallel dazu soll in einer gemeinsamen Aktion mit den anderen BI´s der Landkreise Cloppenburg und Osnabrück ein Positionspapiererstellt werden, dass an die gewählten Politiker versandt werden soll.

 

Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, denen zu bearbeitende Teile der Trassenführung zur weiteren Bearbeitung zugeteilt wurden. Abgabetermin für die Ergebnisse ist der 04. August. Die Teilergebnisse werden dann in einer kompletten Stellungnahme zusammen gefasst und termingerecht an das ArL übermittelt.

 

 

21. Juni 2017 - Infomarkt der TenneT und Live-Sendung Nordwestradio unterwegs

Der Infomarkt bot für alle interessierten die Möglichkeit, sich im Detail über die Planung der Vorzugstrasse zu informieren und auch an die anwesenden Planer des von der TenneT beauftragten Planungsbüros kritische Fragen zu stellen.

 

Im Anschluss ging es im Nebenraum mit der Live-Sendung Nordwestradio unterwegs weiter.

Voller Saal, hitzige Diskussion: Bei Nordwestradio unterwegs ging es um den Bau einer neuen riesigen Stromtrasse durch den Landkreis Cloppenburg. Über die Trasse soll offshore erzeugter Strom in den Süden transportiert werden. In den betroffenen Orten hat sich Widerstand formiert; die Sprecherin von Netzbetreiber Tennet hatte einen schweren Stand. Die Bürger wehren sich, und auch bei Nordwestradio unterwegs live aus Cloppenburg wurde heiß diskutiert.

 

Dank hervorragendem Geschick und Gespür für die Feinheiten hat der Moderator, Stefan Pulß es geschafft, dass alle Seiten ihre Position und Message vermitteln konnten. Das Feedback der Zuhörer war ausgesprochen positiv.

 

Den Mitschnitt der Sendung könnt ihr hier anhören: Nordwestradio

 

 

20. Juni 2017 - Stellungnahme der BI Landkreis Cloppenburg unter Spannung

Der in unserer Region für den Bau der Stromtrasse Conneforde – Cloppenburg – Merzen zuständige Netzbetreiber, die Firma TenneT GmbH hat sich unter vier möglichen Varianten für die 380 kV Höchstspannungsleitungen für den Korridor C entschieden.

 

Seit dem diese Entscheidung bekannt ist, ist – und dies zu Recht – eine ganze Region ihrer Zukunft wegen in großer Sorge; niemand will – und das ist nur zu gut nachvollziehbar – in unmittelbarer Nähe von über 60 m hohen Monstermasten und 380 kV-Leitungen leben und wohnen; alle wissen, dass es damit zu ganz massiven Änderungen der Lebensumstände kommen wird; niemand kennt aber wirklich die mit dem Bau der Stromtrassen tatsächlich verbundenen Folgen.

 

Die Bürgerinitiative „Landkreis Cloppenburg unter Spannung“ ist angetreten, für die in unserer Region lebenden Menschen und für die Region zu streiten und zu kämpfen, um das Schlimmste zu verhindern und die Auswirkungen der gemäß dem Willen des Bundesgesetzgebers durch unsere Region führenden Leitungen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

 

Die Bürgerinitiative weiß natürlich, dass die Stromtrassen „kommen“ werden, und dass sie „in die Zukunft blickend“ auch notwendig sind; die Bürgerinitiative will deshalb nicht den Bau der Stromleitungen gänzlich verhindern; das wird nicht möglich sein.

Die BI will eine totale Erdverkabelung.

 

Entgegen der offensichtlichen Auffassung des Netzbetreibers TenneT GmbH ist dies auch durch den Einsatz neuester Technologien durchaus möglich.

 

Dass die vollständige Erdverkabelung – das erste Ziel der Bürgerinitiative von Anfang an und heute mehr denn je – teurer als die Errichtung von Monstermasten und Freileitungen ist, weiß auch die Bürgerinitiative, dürfen aber wirtschaftliche Erwägungen in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen; es geht um die hier lebenden Menschen und Region.

 

Bei der Entscheidung der TenneT GmbH für den Korridor C waren aber offensichtlich allein wirtschaftliche Überlegungen maßgeblich; weshalb sonst hat sich die TenneT GmbH für den kürzesten und damit kostengünstigsten Weg, der sich zu dem noch weitgehend am Verlauf einer schon bestehenden Stromleitung orientiert, entschieden.

 

Weshalb dadurch – so die TenneT GmbH –, also der Bau der neuen Leitung durch den Korridor C die Auswirkungen für Mensch, Natur sowie Region vergleichsweise gering sein sollen, ist nicht verständlich, erklärt dies Fa. TenneT GmbH auch nicht.

 

Für die Netzbetreiberin geht es allein um die kostengünstigste Variante.

 

Diese Entscheidung akzeptiert die Bürgerinitiative nicht; sie fordert, was technisch möglich ist, eine vollständige Erdverkabelung und der Stromleitungen von den Windparks bis in die südlichen Bundesländer, dorthin, wo der Strom gebraucht wird.

 

Dieses Ziel kann und muss jeder, der irgendwie persönlich betroffen sein kann, unterstützen, indem er auf jeden Fall im jetzt begonnenen Raumordnungsverfahren deutlich Position bezieht, gegen die Planungen protestiert und vor allem hiergegen förmlich Widerspruch einlegt.

 

Nur dann besteht die Möglichkeit, gegen den späteren Planfeststellungsbeschluss Rechtsmittel einzulegen.

 

Siehe dazu auch den Pressebericht vom 21.06.2017

 

 

13. Juni 2017

Berichte der MT: "Betroffene fordern Klage gegen die Trassenpläne von Tennet" und "Trassen-Betroffene gehen in die Offensive".

Gem. o.a. Zeitungsberichten fordern rund 50 Betroffene den Landrat und Bürgermeister in einem offenen Brief zum Handeln auf. Der Wortlaut dieses offenen Briefes liegt uns derzeit noch nicht vor.

 

Den Berichten nach wird dieTrasse als "überflüssig" erachtet und ein klares ,,Nein" der Politiker, sowie der Boykott weiterer ,,Blümchenverhandlungen" mit derTennet gefordert.

 

Unsere Position dazu:

 

  • Unsere grundsätzliche Position und unsere weitere Vorgehensweise haben wir im nächsten Beitrag: 08. Juni 2017 dargelegt.

 

  • Darüber hinaus: Der Bedarf einer neuen Leitung in unserer Region ist in einem Bundesgesetz festgeschrieben. Vom Landkreis CLP beauftragte Sachverständige haben den Bedarf geprüft und bestätigt.

 

  • Wir sehen den Bedarf und die Notwendigkeit einer neuen Leitung, mit der geplanten Umsetzung sind wir jedoch nicht einverstanden. Wir fordern, diese zukunftsorientiert und nachhaltig zu bauen, wie mit Cappelner Gutachten vorgeschlagen.

 

  • Der zielgerichtete sachliche Dialog mit Netzbetreibern, Bundesnetzagentur und Ämtern ist zwingend notwendig für die Informationsgewinnung und die Einbringung eigener Positionen im Verfahren.

Nur wer sich beteiligt, kann mitentscheiden. Über den, der sich dem Dialog verweigert, wird entschieden!

 

  • Gegen die "Trassenpläne der Tennet" kann nicht geklagt werden. Eine Klage kann nur gegen den Planfeststellungsbeschluß des Landes Niedersachsen erfolgen. Und dies auch nur dann, wenn der Klagende im Rahmen des Raumordnungsverfahrens bereits einen entsprechenden Widerspruch eingelegt hat. Daher ist es von sehr großer Bedeutung, dass möglichst jeder Betroffene einen Widerspruch im Raumordnungsverfahren einlegt (s. Beitrag weiter unten: 8. Juni).

Ein offener Brief, allein mit der Aufforderung zur Klage an unseren Landrat und Bürgermeister, ist hier nicht sehr hilfreich.

 

 

08. Juni 2017

Dialogforum in der Cloppenburger Stadthalle, Vorstellung der Vorzugsvariante für den nördlichen Teil der geplanten Drehstromleitung durch den Netzbetreiber. TenneT benennt den Korridor C mit Umspannwerken in Nikolausdorf und Nutteln als aus Firmensicht beste geeignete Lösung (siehe dazu auch verschiedene Berichte im Menü unter Presse). Für die vier Trassen-Varianten wurden jeweils einige Vor- und Nachteile aufgelistet, es wurde jedoch versäumt, eine plausible und nachvollziehbare Herleitung für die Auswahl der Vorzugsvariante zu präsentieren.

 

Für uns auffällig ist jedoch, dass es sich beim Korridor C mit einer Länge von 71,6 Km um die streckenmäßig kürzeste Variante handelt und dass man offensichtlich aufgrund des Ersatzneubaus im vorbelasteten Raum der 220 kV Bestandsleitung von einer höheren Akzeptanz der Anwohner ausgeht. Überraschend ist auch, dass die in unserer Region favorisierte Autobahn-Variante F als schlechtester der vier Korridore bewertet wurde, zumal hier deutlich weniger Anwohner betroffen wären.

 

Offensichtlich wurde der Faktor Mensch bei den Auswahlkriterien zur Festlegung der Vorzugsvariante nicht berücksichtigt. Die für uns wichtigen Kriterien wie Anzahl der betroffenen Anwohner und der damit für diese verbundenen Einschränkung der Wohn- und Lebensqualität, Gesundheitsrisiken oder Wertverlust des Eigentumes wurden augenscheinlich nicht betrachtet. Aufgrund der Auflistung der jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Korridore kann man davon ausgehen, dass allein wirtschaftliche und technische Gründe die ausschlaggebenden Faktoren waren. Das ist für uns nicht hinnehmbar, es darf nicht sein, dass der Mensch gegenüber wirtschaftlichen Interessen in den Hintergrund tritt!

 

Wie geht es jetzt weiter?

 

  • Am 15. Juni werden die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren auf der Internetseite des ArLe veröffentlicht, den Link werden wir hier veröffentlichen.

 

  • Am 21. Juni wird TenneT die Vorzugsvariante auf einem Infomarkt in Cloppenburg (s.o.: Termine) der Öffentlichkeit vorstellen .

 

  • Im Anschluss daran wird am gleichen Tag das Nordwestradio in seiner Sendereihe "Unterwegs" den geplanten Trassenverlauf zwischen Conneforde und Cappeln zum Thema machen. Dort soll von 18 bis 19 Uhr über das Pro und Contra der von Tennet vorgestellten Vorzugstrasse diskutiert werden. Nach bisheriger Planung werden voraussichtlich folgende Teilnehmer auf dem Podium vertreten sein:

ein Vertreter der TenneT

Bernhard Heidrich, Amt für regionale Landesentwicklung

Marcus Brinkmann, Bürgermeister Gemeinde Cappeln

Stefan Scharpekant, Kreislandvolk-Verband CLP

Rolf Fahrenholz, BI CLP unter Spannung.

 

Um die Bedenken, Sorgen und Nöte der von der möglichen Trasse betroffenen Anwohner in der Sendung zum Ausdruck zu bringen, ist es erforderlich, dass möglichst viele von Euch teilnehmen. Den Durchführungsort werden wir nach Festsetzung hier bekanntgeben.

 

  • Das Raumordnungsverfahren wird in den nächsten Tagen eröffnet werden und die Unterlagen werden in den betroffenen Gemeinden zur Einsicht ausgelegt werden. Die Termine über Dauer der Auslegung und Länge der Einspruchsfrist werden durch die jeweiligen Gemeinden in den amtlichen Bekanntmachungen der Münsterländischen Tageszeitung veröffentlicht.

 

  • Jeder einzelne von Euch, der durch eine mögliche Umsetzung der Trassenvariante C betroffen sein wird und für den dies gesundheitliche Risiken, wirtschaftliche Einbußen und Einschränkungen der Wohn- und Lebensqualität nach sich ziehen wird, sollte reagieren. Wenn Euch eine Anwohnergerechte, nachhaltige und zukunftsorientierte Umsetzung der Energiewende am Herzen liegt, solltet Ihr die Unterlagen einsehen und insbesondere für den eigenen betroffenen Bereich prüfen und dann einen Widerspruch formulieren und einlegen. Wichtig: nur wer im Raumordnungsverfahren einen Widerspruch einlegt, kann später gegen einen Planfeststellungsbeschluss klagen!

 

  • Wir werden die Antragsunterlagen für alle Trassenvarianten ebenfalls genau prüfen und entsprechende Widersprüche formulieren. Da wir uns jedoch nicht in allen Bereichen der Trassenführung so gut auskennen, wie Ihr als Ansässige im eigenen Bereich, bitten wir, dass Ihr uns unterstützt. Lasst uns bitte an Eurem Wissen und Erkenntnissen über Besonderheiten der Trassenführung in Eurer Umgebung teilhaben und schickt uns die Informationen formlos an unsere eMail-Adresse:

info@clp-unter-spannung.de

Neben unseren Prüfergebnissen werden diese gesammelten Informationen zu einem Widerspruch zusammengefasst und tragen hoffentlich dazu bei, dass es zu einer anderen Planung der Trassenführung kommen wird.

 

  • Neben dem Einspruch im Raumordnungsverfahren werden wir weiterhin vorrangig mit aller Kraft die Umsetzung der Erkenntnisse des "Cappelner Gutachtens" (Einzelheiten s.u. Mitgliederinfo April 2017) einfordern. Dazu werden wir in Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen aus Falkenberg und dem Raum Osnabrück ein entsprechendes Schreiben an alle MdB, MdL und Kandidaten schicken und um Positionierung in der Sache bitten. Wir wissen, dass die Chancen auf eine Radikalumkehr der Planungen nicht sehr hoch sind, aber im Jahr der Bundestagswahl und in Vorbereitung der Landtagswahl Niedersachsen im Januar 2018 kann so manches Wunder bewirkt werden.

 

 

29. Mai 2017

Vorstellung und Diskussion des "Cappelner Gutachtens" mit den Verfassern der Studie, dem Leiter Netzentwicklung der Bundesnetzagentur und der TenneT. Im Plenum zugegen waren regionale Landtagsabgeordnete, Vertreter der betroffenen Landkreise und Vertreter der Bürgerinitiativen. Bundesnetzagentur und TenneT halten weiter an Drehstrom-Freileitungen fest. Sie begründen dies mit der Versorgungssicherheit und dem im Bundesbedarfsplan festgeschriebenen Bedarf. In der Diskussion ging es dem Plenum um die Art der Umsetzung des Bedarfes. Denn das Gutachten schlägt eine komplette Erdverkabelung vor. Offshore- und auch Onshore-Windstrom sollten mittels HGÜ-Erdkabel bis in den Süden geführt werden. In einem Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Brakelmann wurden darüber hinaus Verfahren zur Erdverkabelung vorgestellt, die platzsparender und umweltschonender sind und zudem eine höhere Akzeptanz bei den Landwirten erzielen. Siehe dazu auch den Pressebericht vom 30.05.2017.

 

 

19. Mai 2017

Mitglieder des Vorstandes besichtigen die Konverterbaustelle in Dörpen im Emsland. Siehe dazu auch den Pressebericht vom 26.05.2017.

 

 

17. Mai 2017

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hat am 17.05.2017 das Raumordnungsverfahren für das Vorhaben „Trassenkorridor zwischen dem Anlandungspunkt Hilgenriedersiel sowie dem Raum Emden und dem Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg" eingeleitet.

Antragsunterlagen können über diesen Link von der Website des ArLe WE heruntergeladen werden: Antragsunterlagen

 

 

Mai 2017:

Der 2. Entwurf des Netzentwicklungsplanes 2030 wurde am 2. Mai veröffentlicht. Nach erster Analyse ergeben sich für die in unserem Raum geplanten Projekte keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem 1. Entwurf.

Alle Dokumente dazu findet ihr unter diesem Link: Netzentwicklungspläne 2030

 

 

April 2017: Mitgliederinformation

Der Presse habt ihr sicherlich entnommen, dass die Gemeinde Cappeln eine Untersuchung zu Notwendigkeit und Alternativen des Netzausbaus in Auftrag gegeben hatte. Das Ergebnis des Gutachtens liegt vor und wurde öffentlich vorgestellt. Im Kern sagt das Gutachten aus, dass die Grenzen des Drehstrom-Netzausbaus nach dem Jahr 2030 erreicht sind und schlägt vor, den Offshore-Windstrom, der in Cloppenburg als Gleichstrom per Erdkabel ankommen soll, ohne Konvertierung weiter als Gleichstrom per Erdkabel nach Süden zu übertragen. Auch der Onshore-Windstrom aus dem Raum Cloppenburg sollte als Gleichstrom nach Süden übertragen werden.

 

Für die Region hätte das zur Folge, dass statt der beiden geplanten Umspannwerke nur noch eines notwendig wäre und dass statt der geplanten Höchstspannungsfreileitung dann Gleichstromerdkabel zur Verwendung kommen würden.

 

Insbesondere die Weiterleitung des Offshore-Windstromes bis in die Lastzentren, wo Abnahmekapazitäten vorhanden sind, ist von Beginn an eine der zentralen Forderungen unserer Bürgerinitiative. Auch der Transport des in der Region erzeugten Onshore-Windstromes mittels Gleichstromerdkabel wurde bereits von unseren Mitgliedern gefordert. Mit den Aussagen des wissenschaftlichen Gutachtens von den renommierten Experten Prof. Dr.-Ing. habil. Heinrich Brakelmann und Prof. Dr. Lorenz Jarass wird nun klar, dass dies keine Träumereien sind, sondern so umgesetzt werden könnte.

 

Wir beabsichtigen nun, gemeinsam mit den anderen Bürgerinitiativen, eine dahingehende Stellungnahme, in der auch auf das Gutachten verwiesen wird, mit der Bitte um Reaktion und Positionierung an unsere regionalen Mitglieder von Bundestag und Landtag zu senden.

 

Wir wissen, dass die Chancen auf eine komplette Umkehr von den derzeitigen Planungen gering sind. Es ist aber auch Wahlkampf angesagt und der kann so manches Wunder bewirken. Nur wenn wir alle gemeinsam konsequent diesen Weg verfolgen, haben wir eine Chance, einen Umdenkprozess herbeizuführen.

 

Auch uns ist klar, dass mit der bevorstehenden Durchführung des Raumordnungsverfahrens die alten Planungen vorerst weiterverfolgt werden. Aber bis zu einem Planfeststellungsbeschluss dauert es noch Jahre. Zeit genug, gemeinsam für eine zukunftsorientierte nachhaltige Lösung für die gesamte Region zu kämpfen. Solang noch kein Spatenstich erfolgt, ist es nicht zu spät.

 

Zur Übersicht der nächsten Aktivitäten:

 

Bei den Netzbetreibern sind die Ergebnisse des Gutachtens bereits auf der Tagesordnung. Am 27.04.2017 wird ein außerordentliches Dialogforum durchgeführt, in dem die Inhalte des Gutachtens diskutiert werden sollen. Teilnehmer sind die Netzbetreiber TenneT und Amprion, Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, das Amt für regionale Landesentwicklung, Vertreter der fünf betroffenen Landkreise und Vertreter der Bürgerinitiativen.

 

In einem weiteren Dialogforum (Termin noch nicht festgelegt) wird TenneT die Planung für Trassen und Umspannwerke vorstellen und anschließend die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren einreichen.

 

Mit Eröffnung des Raumordnungsverfahrens und öffentlicher Auslegung der Unterlagen werden wir diese sichten, prüfen und eine eigene Stellungnahme dazu fertigen und einreichen. Für die Prüfung werden wir alle Trassenvarianten einbeziehen, daher wird es sehr arbeitsintensiv werden, zudem steht nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung.

 

Um dies zu bewältigen, beabsichtigen wir, die aktiven Mitglieder in die Prüfung einzubinden. Wenn wir nähere Angaben zur voraussichtlichen Eröffnung des Raumordnungsverfahrens haben, werden wir die Aktiven zu einer Sitzung einladen, um entsprechende Arbeitsgruppen zu bilden.

 

Soweit zum aktuellen Sachstand. Euch allen wünsche ich ein fröhliches und spannungsfreies Osterfest!

 

 

Oktober 2016: Stellungnahme zur aktuellen Bewertung der Suchräume für die Umspannwerke:

 

Umspannwerksplanungen: Cloppenburg Ost und Hemmelte Favoriten?!

Bürgerinitiative Cloppenburg unter Spannung kritisiert Bewertungsmethoden

 

Im jüngst bekannt gewordenen Bewertungsergebnis bezüglich der potenziell geeigneten Suchräume für die Umspannwerke im Rahmen des 380 kV Netzausbaus werden die beiden Suchräume Cloppenburg Ost und Hemmelte favorisiert. Es drängt sich die Frage auf, inwieweit die anschließende Beurteilung der Trassenkorridore sich mit der Suchraumbewertung der Umspannwerke decken wird? Hinsichtlich des von den Netzbetreibern beauftragten Bewertungsverfahrens kritisiert die Bürgerinitiative Cloppenburg unter Spannung vor allem die angewandten Kriterien. So wird in den allgemeinen Erläuterungen der Präsentation zwar auf die Siedlungsnähe Bezug genommen, jedoch fehlt der Mensch als Kriterium im Ausschlag gebenden Raster gänzlich: Inwieweit betreffen die Umspannwerke die Anwohner in der Region? Wie nah rücken Umspannwerke und damit auch die Freilandleitungen an Einzelgebäude oder Siedlungen?

 

Neben dieser Lücke im Bewertungsraster stellen Beurteilungsaspekte wie die Anzahl der für das Gelände des Umspannwerks direkt auszulösenden Grundstückseigentümer sowie die Länge der im Raume stehenden potentiellen Offshore-Anbindungen nach Meinung der Bürgerinitiative nur untergeordnete Kriterien dar. Was sagt die Zahl der Grundstückseigentümer über die Anzahl der im direkten Umkreis betroffenen Menschen aus? Und inwiefern darf die Offshore Kabellänge eine Rolle spielen, ist die Offshore Netzanbindung noch nicht einmal im Netzentwicklungsplan festgeschrieben.

 

Die Bewertungsmaßstäbe sind aus Sicht der Bürgerinitiative Cloppenburg unter Spannung unzureichend. Finanzielle und logistische Argumente werden einseitig hervorgehoben, während sowohl Einschränkungen der Lebensqualität als auch finanzielle Abwertungen von Privatbesitz der mittelbar betroffenen Anwohner als Kriterium außer Acht gelassen werden. Abgesehen von weithin sichtbaren, sich auf einer Fläche von ca. 25 ha erstreckenden Anlagen, welche das Landschaftsbild nachhaltig durchschneiden, kommt es in diesen Gebieten zu einer noch nicht vollständig absehbaren Bündelung von Hochspannungsleitungen, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht sicher erwiesen ist. Unter anderem führen laut BUND niederfrequente Magnetfelder, wie sie bei der hierzulande angewandten Wechselstromübertragung auftreten, ab etwa 0,2 μT (Tesla) zu einem statistisch erhöhten Leukämierisiko bei Kindern. Dieser Grenzwert kann in der Nähe (100m) zu Freileitungen gemessen werden. Ebenso warnt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) bei niederfrequenten Magnetfeldern vor einem erhöhten Krebsrisiko, welches nur ein Gesundheitsrisiko von vielen darstellt.

 

Diese unzumutbare Belastung der Anwohner rund um die Umspannwerke mit Konverterstationen sowie am späteren Trassenverlauf wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative nicht akzeptieren!

 

Für den dichtbesiedelten Raum Cloppenburg sollten daher Alternativen, unter anderem zur Notwendigkeit der Offshore-Anbindung in einer bereits als „Exporteur“ von regenerativen Energien geltenden Region sowie zur Verlegung weiter Trassenabschnitte unter die Erde, erarbeitet werden.

 

Die Bürgerinitiative fordert weiterhin, die Planung der Netzbetreiber zur prognostizierten Windenergieleistung im Raum Cloppenburg stärker in Frage zu stellen! Diese Planung widerspricht den gesetzlichen Vorgaben des novellierten EEG. Wer wird die neuen Anlagen, die bis 2026 1850 MW produzieren sollen, genehmigen? Sind die Prognosen realistisch?

 

Für die Zukunft der Region Cloppenburg, für die nachhaltige Gestaltung der Zukunft nachfolgender Generationen sollten sich alle Politiker, alle Bürger vermehrt einsetzen, um die Belastung durch die riesigen Umspannwerke, Konverterstationen und 380 kV-Stromtrassen so gering wie möglich zu halten oder am besten ganz zu verhindern!

 

 

Nur gemeinsam sind wir stark!

Betreiber:

 

Bürgerinitiative Landkreis Cloppenburg unter Spannung e.V.

 

Daten siehe Impressum

Kontakt:

 

Wenn Ihr Fragen zum aktuellen Sachstand habt, Wünsche oder Anregungen an uns richten möchtet, dann schreibt uns einfach formlos eine eMail an:

 

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